Adobe Acrobat druckt nicht mehr

Man kan über die Sicherheitseinstellungen im PDF das Drucken freigeben oder auch unterbinden.

Soweit macht das aber auch Sinn, aber was macht man, wenn man ein z.B. selbst erstelltes PDF nicht mehr drucken kann und eigentlich aus Acrobat überhaupt nicht mehr drucken kann?

Das scheint ein weit verbreitetes Problem zu sein, was unter anderem ein Beitrag im Forum bei Adobe direkt zeigt.
Adobe Forum

Bei uns trat das Problem auf 3 Clients (Terminalserver) nach dem letzten Microsoft Patchday Januar 2017 auf, da dort ein Neustart durchgeführt wurde.
Zuerst haben wir das Problem beim Patchday vermutet, aber es handelt sich bei dem Fehler unserer Ansicht nach um ein Feature vom Acrobat, welches sich fehl verhält.

Der Acrobat startet im geschützten Modus und lädt so auch die Druckkomponenten nicht korrekt.
Das kann man aber nicht sehen, von daher ist das hier ein Schuss ins Blaue.

Den Geschützten Modus kann man unter Bearbeiten -> Voreinstellungen -> Sicherheit (erweitert) deaktivieren.
Dort „versteckt“ er sich unter dem Punkt Erweiterte Sicherheit aktivieren.

bildschirmfoto-2017-01-15-um-20-12-01bildschirmfoto-2017-01-15-um-20-12-25Der Haken muss rausgenommen werden und nach einem Neustart vom Acrobat hat bei uns das Drucken wieder funktioniert.

bildschirmfoto-2017-01-15-um-20-12-56

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Firefox stellt Schriften per RDP schlecht dar

Normalerweise ist Windows für die Schriftartenglättung zuständig über das sogenannte Cleartype.
Dieses lässt sich über die Windows Systemsteuerung aktivieren und einstellen.

bildschirmfoto-2017-01-04-um-15-31-43

Die Schriftartenglättung wird mit Hilfe von DirectDraw verarbeitet und steht damit jedem Programm zur Verfügung.
Ob DirectDraw genutzt werden kann oder nicht steht im Zusammenhang mit der Grafikkarte und den installierten Treibern. Normalerweise sollten alle aktuellen Grafikkarten das unterstützen, aber ab und zu scheint es da zu Probleme zu kommen.

Ich hatte den Fall, dass die Schriftarten in Firefox auf einem Terminalserver nicht korrekt gerendert wurden.

So sah es aus:
image2017-1-4-15-37-2

So sollte es aussehen:

image2017-1-4-15-37-15

Gerade bei viel Text ist es wichtig, dass der Text leserlich ist.

Mozilla scheint beim Firefox den RDP-Treiber RDPDD auf eine Blacklist gesetzt zu haben, so dass DirectDraw deaktiviert bleibt und Schriften nicht geglättet werden.
Das hat obiges Fehlerbild zur Folge.

Damit die Schriften trotzdem gerendert werden kann man das in about:config vom Firefox wieder aktivieren.

Einfach in die Adressleiste im Firefox about:config eingeben und mit Enter die Seite laden.

bildschirmfoto-2017-01-04-um-15-39-24

Den Warnhinweis bestätigen und die Konfiguration aufrufen.

bildschirmfoto-2017-01-04-um-15-40-08-1

In der Suchen-Leiste folgenden Paramter eingeben

bildschirmfoto-2017-01-04-um-15-40-42

gfx.font_rendering.directwrite.force-enabled

Dieser steht auf false und muss per Doppelklick auf true umgestellt werden.

Vorher
bildschirmfoto-2017-01-04-um-15-42-13

Nachher
bildschirmfoto-2017-01-04-um-15-42-57

Nach einem Neustart vom Firefox (bitte drauf achten, dass der Prozess im Taskmanager wirklich verschwunden war) sollten alle Seiten wieder normal angezeigt werden, wie in anderen Browsern auch.

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iTunes aus Synology sehr langsam


Vor einiger Zeit habe ich meine iTunes-Bibliothek (mittlerweile ca. 1 TB groß) von einer externen USB-Festplatte auf die Synology-NAS verschoben.

Ich nutze einen iMac Late 2009 mit SSD und eine Synology DS215j mit 2x4TB in Raid1. Verbunden ist das ganze über LAN 1Gbit an einer FritzBox 7390.
Also nicht die schnellste Hardware, aber es sollte für eine halbwegs vernünftige Nutzung von iTunes ausreichen.

Ich habe iTunes auf eine SMB3-Freigabe verlegt, wo ich mit Dateioperationen immer ca. 70 MB/s erreiche.

Über iTunes war es allerdings so langsam, dass die Bibliothek immer wieder hing und man iTunes so gut wie garnicht nutzen konnte.

Mit einem moderneren Mac (Macbook Pro 13″ Early 2015) ist es selbst über WLAN ein wenig schneller, aber immer noch nicht das gelbe vom Ei.
Selbst die Verbindung über AFP hilft da nicht, da AFP wohl von Apple selbst nicht mal mehr wirklich gepflegt wird.

SMB ist hier die Zukunft und auch gleichzeitig das Problem.
Im SMB-Protokoll gibt es die Möglichkeit Dateien für den exklusiven Zugriff zu Sperren, was auf der Synology „Opportunistische Sperre“ genannt wird.

Diese verhindert aber in dem Fall von iTunes, dass die Bibliothek und die Dateien von mehreren Prozessen gleichzeitig gelesen werden dürfen.

In der Systemsteuerung der NAS unter Dateidienste kann man die Sperre deaktivieren, was bei mir eine enorme Leistungssteigerung für iTunes gebracht hat.

Wo vorher nur ein paar KB/s möglich waren bekomme ich jetzt die komplette Geschwindigkeit vom Netzwerk bzw. bis zur Begrenzung der NAS.

Bildschirmfoto 2016-12-11 um 20.50.36.png

Nach der Änderung muss die Synology durchgestartet werden obwohl die Dateidienste schon einmal durchgestartet werden.
Also sollte man vorher alle Netzlaufwerke trennen.

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macOS zeigt Fenster mit Titel Window


Ich habe vor kurzem mein macOS (iMac 27″ Late 2009) von El Capitan auf Sierra aktualisiert.
Dabei bin ich auch gleich auf eine SSD umgestiegen, welche ich mit SuperDuper! 1:1 von der HDD erstellt habe.

Soweit lief alles einwandfrei und deutlich schneller.
Nur hatte ich nach dem Update das Problem, dass ich beim Start vom Mac immer wieder ein merkwürdiges Fenster hatte, welches nur den Titel Window trägt.

Bildschirmfoto 2016-12-10 um 07.48.46.png

Dieses Fenster kann man schliessen, aber entweder es öffnet sich sofort oder beim nächsten Start taucht es wieder auf.

Die Suche im Internet hat nicht wirklich geholfen, aber ein Tipp bei einer Facebook-Gruppe hat letzendlich den richtigen Hinweis gebracht..

Bei diesem FEnster handelt es sich um den Prozess VTechLLNService.
Einen vTech Downloader hatte ich wirklich mal installiert um den Storio meiner Tochter damit zu betanken, aber schon lange wieder deinstalliert.

Somit hatte ich auch keine Möglichkeit mehr, über einen offiziellen Weg den Dienst zu deinstallieren.

Ein kurzer Blick in die Aktivitätsanzeige hat mir dann gezeigt, wo der Service steck.
Den Ordner kann man einfach komplett löschen und die Maschine starten.
Danach wurde ich damit nie wieder behelligt.

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Adobe Acrobat zeigt keine Zusatzmodule an


Adobe Acrobat kann man mit Zusatzmodulen (auch PlugIns genannt) um Programmfunktionen erweitern und somit von Drittherstellern programmierte Plugins nutzen.

Diese Plugins sind meist in Form eine XPI-Datei und werden in das Programm-Verzeichnis unter dem Ordner Plug-Ins abgelegt.

Wenn der User dann Acrobat startet sollte er neben den normalen Menüpunkten noch das Menü „Zusatzmodule“ vorfinden.

Acrobat Menü Zusatzmodule

Wenn es nun aber trotz korrekt abgelegter XPI-Datei vorkommt, dass das Menu nicht angezeigt wird, kann es an einer Sicherheitseinstellung von Acrobat liegen.

Acrobat Menü ohne Zusatzmodule

Im Menü „Bearbeiten“ unter „Voreinstellungen“ findet man unter „Allgemein“ ganz unten Rechts eine Möglichkeit einen Haken bei „Nur zertifizierte Zusatzmodule verwenden“.
Viele Plugins sind nicht zertifiziert und werden daher mit dieser Option nicht geladen.

Der Haken muss dann rausgenommen werden und Acrobat einmal neugestartet werden.
Danach sollte der Menüpunkt wieder verfügbar sein.

Acrobat Menü Bearbeiten

Acrobat Voreinstellungen Allgemein

Voreinstellungen Allgemein Sicherheit Zusatzmodule

Zusatzmodule Meldung Aus

Zusatzmodule Meldung An

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Confluence per Port 80 oder 443 auf ubuntu Server 16.04.1


Confluence von Atlassian läuft in der Standardinstallation per http auf Port 8090 und https auf Port 8443.

Normalerweise ruft man die Domains über http://my-domain:8090 oder https://my-domain:8443 auf.

Dieses lässt sich zwar individuell anpassen, allerdings nicht unter Port 1024, da diese Ports nur für Programm mit höheren Rechten genutzt werden können.
Dem Webserver von Confluence sollte man aber nicht diese Rechte geben.

Über einen „Trick“ mit einem lokal installierten und konfigurierten Apache Proxy kann man Anfragen an Port 80 und 443 entsprechend an die Confluence-Instanz weiterleiten.
Das hat unter anderem auch den Vorteil, dass man im Browser nicht einen Port hinter der Url angeben muss und damit die User unnötig verwirrt.

Im Kurzen muss man das Paket apache2 mit mod_proxy installieren und korrekt konfigurieren.

Ausführlicher kommt jetzt

  • Sichern der Maschine
    • Man kann nicht sicher genug sein, immer sollte man vorher, erst Recht wenn man sich so dumm wie ich anstellt, vorher nach Möglichkeit die komplette Maschine sichern.
    • So hat man im Notfall einen Weg zurück.
  • Apache und notwendige Module installieren
    • apt-get install apache2
    • notwendige Module installieren
      • a2enmod proxy

      • a2enmod proxy_http
      • a2enmod ssl
        • Wird für SSL benötigt
    • für SSL noch ein Verzeichnis /etc/apache2/ssl erstellen und die Zertifikatsdateien dahinkopieren
    • unter /etc/apache2/sites-available 2 neue Dateien anlegen
      • Für http
        • <VirtualHost *:80>
          ServerAdmin mail@my-domain
          DocumentRoot /var/www/
          ErrorLog ${APACHE_LOG_DIR}/confluence-error.log
          CustomLog ${APACHE_LOG_DIR}/confluence-access.log combined
          ProxyPreserveHost On
          # Servers to proxy the connection, or
          # List of application servers Usage
          ProxyPass / http://my-domain:8090/
          ProxyPassReverse / http://my-domain:8090/
          ServerName localhost
          </VirtualHost>
      • Für https
        • <VirtualHost *:443>
          ServerAdminmail@<my-domain>
          DocumentRoot /var/www/
          ErrorLog ${APACHE_LOG_DIR}/confluence-ssl-error.log
          CustomLog ${APACHE_LOG_DIR}/confluence-ssl-access.log combined
          SSLEngine On
          SSLProxyEngine On
          # Set the path to SSL certificate
          # Usage: SSLcertificateFile /path/to/cert.pem
          SSLCertificateFile /etc/apache2/ssl/cert.cer
          SSLCertificateKeyFile /etc/apache2/ssl/key.key
          SSLCertificateChainFile /etc/apache2/ssl/chain.crt
          ProxyPreserveHost On
          # Servers to proxy the connection, or
          # List of application servers Usage
          ProxyPass / https://my-domain:8443/
          ProxyPassReverse / https://my-domain:8443/
          ServerName localhost
          </VirtualHost>
      • Die angelegten Seiten müssen noch aktivieret werden
        • Entweder a2ensite <<Dateinamen>> ausführen
        • oder über einen Softlink in /etc/apache2/sites-enabled verlinken
        • ln -s ../sites-available/example.com example.com
      • Apache neustarten
        • service apache2 restart
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